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Forensische Linguistik

Eine Einführung


Autor: Eilika Fobbe
ISBN: 978-3-8233-6654-6
Artikelnr.: 16654
Seiten: 282
Einband: kartoniert
Erscheinungstermin: 14.09.2011





Kategorien:
Sprachwissenschaften | Angewandte Linguistik | Lehrbücher | narr studienbücher | Fobbe, Eilika |
Keywords:
Autorschaftsanalyse, forensische Linguistik, Kriminalistik

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

24,90 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Details

Die Forensische Linguistik ist ein Teilgebiet der angewandten Linguistik. Ihre Aufgabe ist es, sprachliche Daten zu analysieren, die Gegenstand einer juristischen Betrachtung sind. Forensische Linguistik befasst sich daher mit der Analyse von mündlichen (Sprechererkennung) und schriftlichen Texten (Autorenerkennung), die Gegenstand einer polizeilichen Ermittlung oder eines gerichtlichen Verfahrens sind, mit äußerungsdelikten (z.B. Beleidigung), mit Plagiatsvorwürfen und mit Bedeutungs- und Verständlichkeitsnachweisen von streitigen Begriffen oder äußerungen z.B. im Zusammenhang mit Markenrecht, Produkthaftung oder Vertragsrecht. Die Analyse anonymer Texte, die in den Philologien eine lange Tradition hat, wurde seit den 1950er Jahren in ihrem Potenzial als kriminalistische Hilfswissenschaft erkannt; in der Bundesrepublik trat die forensische Textanalyse erstmals im Zusammenhang mit den Bekennerschreiben der RAF und der Oetker-Entführung ins allgemeine Bewusstsein. Das vorliegende Studienbuch führt anhand authentischer Texte und exemplarischer Analysen in das Arbeitsfeld und in die wichtigsten Analysemethoden ein. Alle Kapitel sind mit konkreten Fällen illustriert, Aufgaben in den einzelnen Kapiteln ermöglichen eine unmittelbare Anwendung.

Joseph Pfaffenlehner, SIAK Journal (Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und polizeiliche Praxis) 1/2014, S. 84-85:
"Das Buch gliedert sich in drie große Kapitel, die eine gut nachvollziehbare Segmentierung der forensischen Linguistik abbilden. Die konsistent eingearbeiteten Aufgabenstellungen sind beim Erarbeiten der Inhalte sehr hilfreich. (...) Dieses anspruchsvolle Fachbuch gibt der Leserin bzw. dem Leser einen umfassenden Überblick zur Materie der Forensischen Linguistik. (...) dieses Buch sollte in den Fachbibliotheken polizeilicher Ausblidungseinheiten und den Dienststellen von Kriminalisten/Ermittlern nicht fehlen."


Alexander Lasch, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 2013-2, S. 224-226:
"Eilika Fobbe legt mit ihrer Einführung das erste Studienbuch zu diesem Thema vor (...). Fobbe trägt zur systematischen  Erschließung des Gebietes der forensischen Textanalyse ganz wesentlich bei. (...) Mit der 'Forensischen Linguistik' nimmt man eine Einführung in die forensische Textanalyse am Beispiel der qualitativen Untersuchung authentischer Erpresserschreiben in die Hand. Lässt man sich darauf ein  (...), gewinnt man anhand zahlreicher Übungsaufgaben auf der Basis reichen Beispielmaterials einen sehr guten Einblick in ein spannendes Aufgabengebiet Forensischer Linguistik, das nun systematisch beschrieben wurde und nicht zuletzt wegen der besprochenen konkreten Anwendungsfälle und -aufgaben für den ersten Zugriff auf das Thema ebenso gut geeignet ist wie für die akademische Lehre."

Kundenmeinungen

Ein interessantes Buch, aber leider mit didaktischen Schwächen Kundenmeinung von Sascha Bechmann
Gesamt
Eilika Fobbe, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald, hat mit dem Studienbuch Forensische Linguistik eine höchstinteressante Einführung in ein spezielles Teilgebiet der angewandten Linguistik vorgelegt. Als Schulungsleiterin für forensische Linguistik beim Bundeskriminalamt ist die Autorin prädestiniert dafür, Studierenden der Germanistik wie auch Jurastudenten und interessierten Laien einen Einblick in diesen Themenkomplex zu geben, der zwischen Kriminalistik, Linguistik und Rechtswissenschaft angesiedelt ist.

Das Studienbuch umfasst 254 Seiten reinen Text, ergänzt durch ein ausführliches Literaturverzeichnis und ist in drei größere Teilabschnitte aufgegliedert. Der erste Teil befasst sich mit dem Gegenstandsbereich der forensischen Linguistik und gibt dem Leser Einblicke sowohl in die Arbeitsfelder als auch in die Arbeitstechniken forensischer Linguistik. Insbesondere der Aspekt der Autorenerkennung anhand spezifischer stilistischer Textmerkmale wird in den Fokus gerückt. Teil II des Studienbuchs ist Aspekten der Analyse verschiedener Textsorten gewidmet und umfasst interessante Textsorten wie etwa den Erpresserbrief oder Abschiedsbriefe im Zuge suizidaler Sachverhalte. Der Leser gewinnt hier u.a. wertvolle Hinweise dazu, anhand welcher Merkmale die Autorenschaft eines Textes zweifelsfrei gesichert werden kann. Die analytischen Befunde sind durchweg sprachwissenschaftlich durch Definitionen untermauert, so dass die besprochenen Techniken der Textanalyse auf gutem wissenschaftlichem Fundament stehen.

Teil III dieser Arbeit befasst sich intensiv mit gerichtlichen Gutachten und gibt Einblicke in den Aufgabenbereich eines Sachkundigen vor Gericht. Dieser Abschnitt scheint mir der schwächste des Buches zu sein, weil hier insbesondere die Übungsaufgaben wenig zum Erkenntnisgewinn des Lesers beitragen.

Befördert werden das Verständnis und die Lesbarkeit dieses Buches durch zahlreiche Beispiele und durch Übungsaufgaben, die das Buch auf den ersten Blick didaktisch erst zu einem echten Studienbuch für das Selbststudium machen. Leider muss man hier anmerken, dass die Übungsaufgaben, die sich in jedem Kapitel und äußerst zahlreich finden lassen, im Weiteren ohne Auflösung bleiben. Eine Selbstkontrolle für den Leser wird dadurch nur teilweise möglich, so dass aus didaktischer Sicht am Sinn der gestellten Aufgaben gezweifelt werden darf. Hier wäre weniger vermutlich mehr: Wenige, dafür aber deutlich zielgerichtete Übungsaufgaben mit ausführlichen Musterlösungen wären didaktisch sinnvoller.

Die vielen eingängigen Beispiele (z.B. in der Darstellung verschiedener Textsorten) sorgen dafür, dass der Leser die Inhalte auch ohne fundiertes linguistisches Wissen erschließen kann. Somit eignet sich das Studienbuch nicht nur für Studierende der Sprachwissenschaft, sondern vermutlich ebenso gut auch für Praktiker aus dem Bereich Kriminalistik und selbstverständlich auch für Studierende benachbarter Disziplinen. Dass Fobbe hier ein Studienbuch mit interdisziplinärer Ausrichtung vorlegt und durch weitgehenden Verzicht auf Fachvokabular einer breiten Leserschaft zugänglich macht, ist als besonders positiv hervorzuheben.

Trotz der vielen Beispiele und der sprachlichen Einfachheit dieses Buches gibt es doch einen Wermutstropfen: Das Studienbuch ist sehr textlastig und auch wenn die dargestellten Sachverhalte wenig komplex sind, würde die eine oder andere Abbildung dem Buch gut tun. Der Textfluss ist sehr homogen, so dass man sich deutlichere typographische Strukturelemente wünschen würde, die einzelne Abschnitte und Themenbereiche voneinander trennen. Ebenso fehlen Hervorhebungen wichtiger Begriffe oder Merksätze, die gerade für den Laien das Lernen von Fachbegriffen erleichtern würden. Ein kurzes Fazit am Ende eines jeden Kapitels oder Abschnitts wäre wünschenswert, so dass man auch nach einiger Zeit noch Dinge einfach nachschlagen und wiederfinden kann.

Fazit: Insgesamt ist dieses Studienbuch eine interessante Einführung, die sich aufgrund der Einfachheit der Darstellung an eine breite Leserschaft wendet, aber didaktisch deutliche Schwächen aufweist und typographisch eher lieblos und langweilig gestaltet ist. Hier wäre mehr didaktisches und gestalterisches Potenzial vorhanden gewesen und hätte genutzt werden sollen, insbesondere, da sich das Studienbuch zum Selbststudium auch an interessierte (sprachwissenschaftliche) Laien richtet. Ansonsten auch in Punkto Preis-Leistung ein empfehlenswertes Buch.
(Veröffentlicht am 04.04.13)
Eine tolle Einführung in die Thematik! Kundenmeinung von Andrea Seilheimer
Gesamt
Die Einführung in die „Forensische Linguistik“ von Eilika Fobbe aus dem Jahr 2011 gliedert sich in einen ersten Grundlagenteil, einen zweiten Abschnitt zu Aspekten der Analyse und einen dritten Teil zum Themengebiet „Präsentation“. Die Autorin gibt im Grundlagenteil zunächst einen Überblick zu Gegenstandbereich und Aufgaben der forensischen Linguistik und thematisiert verschiedene Aspekte zu „Text, Autor und Leser“. Daran anschließend werden im Rahmen des Abschnitts „Aspekte der Analyse“ die „Textsorte“, „Stil“, „Fehler“ und „Inhalt“ in den Fokus der Betrachtung gerückt. Im Rahmen des dritten Abschnitts „Präsentation“ erfolgen Ausführungen zu linguistischen Sachverhalten vor Gericht. Abschließend finden sich ein Anhang, ein Abkürzungsverzeichnis, Angaben zu Literatur sowie ein abschließendes Register. Der didaktische Aufbau des Werks ist nach sachlogischen Gesichtspunkten gegliedert und lässt deutlich einen roten Faden erkennen.
Da die Forensische Linguistik als angewandte Sprachwissenschaft zwischen der Linguistik und den Rechtswissenschaften anzusiedeln ist, ist das vorliegende Buch an einen entsprechenden Personenkreis gerichtet: In erster Linie eignet sich Fobbes „Forensische Linguistik“ für Sprachwissenschaftler(innen) - nicht nur im Bereich der Germanistik - sowie für Studierende der Sprachwissenschaft der fortgeschrittenen Semester, die sich für das spezielle Themengebiet der Forensischen Linguistik interessieren. Auch für Studierende der Rechts- und Kriminalwissenschaften mit einschlägigem Studienschwerpunkt stellt es eine begrüßenswerte und geeignete Lernhilfe dar. Für eine Zwischenprüfungsvorbereitung erscheint es zu speziell; es eignet sich jedoch hervorragend zur Examensvorbereitung, sofern der oder die Studierende einen entsprechenden Themenschwerpunkt wählt. Weiterhin würde sich Fobbes „Forensische Linguistik“ für einschlägige Wahlpflichtmodule an deutschsprachigen Polizei(-fach-)hochschulen empfehlen, um angehende Polizei- bzw. Kriminalbeamte mit diesem überaus interessanten Themengebiet näher vertraut zu machen.
Die typographische Anordnung in dem Buch ist insgesamt leserfreundlich: Die Textabschnitte sind sowohl sachlogisch als auch optisch untergliedert, die Schriftgröße stellt sich angenehm dar. Fobbes Sachbuch enthält zwar nur wenige Abbildungen, ist jedoch durch zahlreiche Praxisbeispiele vor allem aus dem Bereich des Strafrechts, aber auch des Privatrechts untermauert. Dem praxisbezogenen Interesse des Leserkreises sehr entgegenkommend sind die im Nachgang an theoretisch behandelte Themenkomplexe dargestellten Aufgaben; wesentlich nutzbringender wäre in diesem Zusammenhang allerdings, wenn zur Überprüfung des jeweiligen Wissensstands auch jeweils Musterlösungen angeboten werden würden. Dies ist in der aktuellen Edition nicht der Fall.
Der behandelte Lehrstoff und die Literaturhinweise geben einen aktuellen Überblick über die derzeitige Sach- und Forschungslage auf dem überaus spannenden Themengebiet der Forensischen Linguistik.
Insgesamt handelt es sich bei dem vorliegenden Werk um eine sehr begrüßenswerte Einführung in das Themengebiet der Forensischen Linguistik. (Veröffentlicht am 29.01.13)
Ordentliche Einführung in die manuelle forensische Textanalyse Kundenmeinung von Ludger Paschen
Gesamt
Was kann man mit Linguistik außerhalb der Uni machen? Ein weitgehend unbekanntes, dafür aber ungemein spannendes Tätigkeitsfeld, das nur die wenigsten Sprachwissenschaftler betreten werden, stellt Eilika Fobbe in "Forensische Linguistik" vor: Die Arbeit als Sachverständiger für linguistischen Fragestellungen vor Gericht. "Linguistische Fragestellungen" - so weit im vorliegenden Buch behandelt - können die Echtheit von Abschiedsbriefen, den Verfasser von Erpresserschreiben, Verstöße im Markenrecht und den Informationsgehalt von Produktbeschreibungen betreffen.

Die Autorin stellt zunächst den Gegenstandsbereich der forensichen Linguistik heraus. Es wird schnell klar, dass die "Einführung" sich mit allerlei rechtlich relevanten Typen von deutschen Texten auseinandersetzt, ohne dass dem Leser aber bewusst gemacht würde, dass die lautsprachliche Forensik oder forensiche Phonetik zumindest ein ebenso wichtiger Bestandteil der sprachlich ausgerichteten Forensik ist (wie in Kniffka 2007) oder ihr gar ein eigenes Kapitel gewidmet worden wäre (wie es Olsson 2008 tut).
Der zweite Teil des Buches ist vier Parametern der forensichen Textanalyse gewidmet: der Textsorte, dem Stil, Fehlern und dem Inhalt. Die theoretische Fundierung und die Problematisierung der Aussagekraft geschieht ausführlich und überzeugend, eine Vielzahl von Anwendungsbeispielen aus dem forensischen Alltag machen die Lektüre interessant. Der Leser wird an die Hand genommen und kann die einzelnen Analyseschritte und die dahinter stehenden Fragestellungen nachvollziehen. Die über zwei Dutzend Übungsaufgaben sind dagegen eher frustrierend, da man (bis auf zwei Ausnahmen im Anhang) vergeblich nach Auflösungen sucht. Dies ist ein Wermutstropfen, der die autodidaktische Erarbeitung des Themas - begleitende Seminare oder Vorlesungen sind im deutschsprachigen Raum doch eher selten - unnötigerweise erschwert.
Der dritte und letzte Teil ist der Präsentation linguistischer Sachkunde vor Gericht gewidmet.

Insgesamt halte ich den inhaltlichen Aufbau des Buches für sinnvoll, der Schreibstil der Autorin ist angenehm und typographische Gestaltung ansprechend. Auch überzeugen die vielen Literaturhinweise, die ältere wie aktuelle Publikationen abdecken; Literatur zu automatisierten Lösungen für bspw. Textsorten (Biber 1995) oder Plagiate (Clough 2003) und zu den o.g. lautlichen Aspekten kommt aber zu kurz. Didaktisch ist einzig das schon erwähnte Fehlen von Auflösungen der Übungen zu bemängeln.

Es kann demjenigen ruhigen Gewissens zur Lektüre von "Forensiche Linguistik" geraten werden, der sich z.B. im Rahmen eines BA-Studiums der Germanistik über Anwendungsgebiete der Textanalyse in Verbindung mit rechtlich brisanten Daten informieren und das eigene Methodeninventar vergrößern will. Um den eigenen Lernerfolg kontrollieren zu können und den Blick für weitere Bereiche der Forensik sprachlichen Materials zu weiten, schadet es allerdings nicht, noch andere Einführungswerke hinzuzuziehen.

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Biber, Douglas. 1995. Dimensions of register variation. Cambridge: University Press.
Clough, Paul. 2003. Old and new challenges in automatic plagiarism detection. Plagiarism Advisory Service.
Kniffka, Hannes. 2007. Working in language and law: A German perspective. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
Olsson, John. 2008. Forensic linguistics. London: Continuum. (Veröffentlicht am 03.12.12)
Sehr empfehlenswert!!!! Kundenmeinung von Angela Hoppmann
Gesamt
Wer Eilika Fobbes Buch zur forensischen Linguistik in Händen hält, fühlt sich sofort als Vollstrecker der Justiz, als Detective im Stile des <Mentalist> , als Held unter den Germanisten, noch bevor er/sie überhaupt die erste Seite aufgeschlagen hat. Fobbes verspricht eine Einführung in die linguistische Analyse geschriebener Texte. Es wird ein Überblick gegeben darüber, was die forensische Linguistik in Deutschland überhaupt ist und welche Differenzierungen das Gebiet flexibel und zugleich spannender machen. Fobbes ist es gelungen, eine Lücke der deutschen Linguistik zu füllen: Während andere Werke sich mehr auf die Einführung für Nichtlinguisten konzentriert, liegt nun ein Studienbuch vor, welches auf die Bedürfnisse und das Verständnis der Linguisten und Linguistinnen eingeht. Es ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass ein linguistisches Grundwissen für die Lektüre vorausgesetzt wird. Das Buch ist für Studienanfänger der Germanistik meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

Nach ein paar Grundlagen zu den Begriffen und Forschungsfeldern der forenischen Linguistik, geht es auch schon ans Eingemachte. Zahlreiche Beispiele und Aufgaben machen die forensische Linguistik zu einer fassbaren Disziplin mit zahlreichen Facetten. Es werden im Werk diverse Schwerpunkte behandelt, die über den Bereich der Kriminalistik gehen. Von großer Aktualität und aus diesem Grunde besonders interessant ist in meinen Augen vor allem das Thema „Plagiat“.

Bei den Übungsaufgaben fehlt es leider an genügend Platz für eigene Notizen, bzw. für die Analyse einzelner Wörter oder Zeilen, um v.a. die Arbeit unterwegs zu vereinfachen.

Zusammengefasst kann ich das Buch allen empfehlen, die ihre germanistischen Kenntnisse erweitern wollen. Nun kann man auch endlich ein Beweisstück in Händen halten , um auch Germanistikgegnern zu zeigen, dass Linguistik genauso spannend und lebensnah sein kann wie ein Krimi.
(Veröffentlicht am 11.11.12)
Guter Überblick über das Thema mit guter Auswahl anschaulicher Beispiele und Übungsaufgaben Kundenmeinung von N. W.
Gesamt
Die Forensische Linguistik befasst sich mit "Methoden und Analyseverfahren [der Angewandten Linguistik]" im Bereich der "Kriminalistik und Rechtsprechung" (Klappentext). In dem vorliegenden Studienbuch werden also Herangehensweisen vorgestellt, die sich mit dem Verständnis und Auslegungsarten von juristischen Texten, der linguistischen Analyse von zum einen kriminalistisch relevanten Schriften (Erpresser-, Droh- und auch Abschiedsbriefe etc.) mit dem Ziel der Autorenerkennung sowie zum anderen von Schriften mit Plagiatsverdacht auseinandersetzt.
Diese Anwendungsgebiete werden einzeln behandelt und mit vielen Beispielen anschaulich gemacht und erklärt. Es wird diverse Literatur herangezogen (unter anderem die auf dem Gebiet verbreiteten Werke von Coulthard und Kniffka), um den aktuellen Forschungsstand abzudecken und dem Leser konkretes Wissen zur Hand zu geben, anhand dessen Analysemethoden erklärt und nachher Beispiele in Übungsaufgaben vorgegeben werden.
Der didaktische Aufbau ist schlüssig, ausgehend von rudimentären Begriffserklärungen bis hin zu differenzierten Aspekten von Analysen in Bezugnahme auf genannte Beispiele.
Anmerkungen, Literaturangaben sowie Fußnoten sind typographisch hervorgehoben und strukturierte Kapitel erleichtern ein Navigieren durch das Buch auf der Suche nach Hinweisen für konkreten Fragestellungen.
Ich verwendete das vorliegende Buch zu einem Seminar "Forensische Linguistik" und die Inhalte dieses Seminars wurden durch das Buch ausreichend abgedeckt. Trotz des erstmal allgemeinen Überblicks und der damit gegebenenfalls auf der Strecke bleibenden Tiefe und Ausführlichkeit bietet es umfassende Informationen. Bei weiterem Interesse für einzelne Felder und Aspekte ist immer gut ersichtlich, welche weiterführende Literatur verwandt wurde und konsultiert werden kann. Ein linguistisches Grundwissen ist jedoch selbstverständlich vorausgesetzt, da es sich schließlich um einen Teilbereich der Angewandten Linguistik handelt.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass durch eine umfassende Erläuterung des Themas und die Auswahl anschaulicher Beispiele dieser eher als "Randbereich" zu bezeichnende Aspekt der Angewandten Linguistik übersichtlich und informativ dargestellt wird und auch gerade durch die große Auswahl an Beispielen und Übungsaufgaben ein gutes Spektrum an Lernmaterial bietet. (Veröffentlicht am 27.10.12)

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