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Namen

Eine Einführung in die Onomastik | unter Mitarbeit von Fabian Fahlbusch und Rita Heuser


Autor: Damaris Nübling
Reihe: narr studienbücher
Erscheinungstermin: 04.04.2012
ISBN: 978-3-8233-6685-0
Artikel-Nr.: 16685
Seiten: 368
Lieferstatus: lieferbar
Erscheinungstermin: 04.04.2012





Kategorien:
Sprachwissenschaften | Angewandte Linguistik | Lehrbücher | narr studienbücher | Nübling, Damaris | Heuser, Rita | April 2012 | Germanistische Linguistik |
Keywords:
Appellativ, Deutsch, Eigennamen, Einführung in die Onomastik, Namen, Onomastik, Ortsname, Toponomastik

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

24,99 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Details

Diese Einführung befasst sich aus linguistischer Perspektive mit der nominalen Sondergruppe der Eigennamen im Deutschen. Sie berücksichtigt die neueste Forschung und bietet auch Ausblicke auf die Namen anderer Sprachen und Kulturen. In einem ersten Teil wird synchron ihren spezifischen Funktionen und grammatischen Besonderheiten nachgegangen (phonologisch, morphologisch, syntaktisch,graphematisch), auch unter Berücksichtigung der Gebärdensprache. Des Weiteren werden ausführlich das Spannungsfeld zwischen Name und Appellativ sowie diediachronen übergänge beleuchtet, die zwischen ihnen stattfinden. Ein zweiter Teil befasst sich eingehend mitden wichtigsten Namenklassen: Neben neuen Perspektiven der Personen- und Ortsnamenforschung werden auch die oft vernachlässigten Tiernamen (Haus-, Nutz-, Zootier -namen), Objektnamen (Waren-, Unternehmens-,Kunstwerknamen etc.) sowie die Namen historischer Ereignisse (der 11. September) und von Naturereignissen (Orkan Lothar) behandelt.

Andrea Bambek, Germanistik Band 54, Heft 1-2 2013, S. 46:
"Die Einführung ist grundsätzlich synchron-linguistisch orientiert (im bewussten Gegensatz zu vielen historisch-etymologischen Abhandlungen über Namen), lenkt die Aufmerksamkeit aber immer wieder auf diachrone Aspekte. (…) Ebenso werden die zahlreichen Verbindungen zu Nachbardisziplinen wie Geschichte, Soziologie, Anthropologie usf. angesprochen. Abgeschlossen wird der theoretische Teil mit einem bislang weitgehend unberücksichtigten und in einer Einführung erstmalig vorgestellten Bereich zu „Eigennamen in der Gebärdensprache“ im Kap. 5. Im zweiten Teil werden nach einer Klassifikation der Namenarten (96ff.) die wichtigsten Namenklassen vorgestellt. Neben den beiden großen und gut erforschten Klassen der Personen- und Ortsnamen (…) gehen die Verf. auf Tier-, Objekt-, Ereignis- und Phänomennamen ein und behandeln damit weniger gut erforschte, aber allgegenwärtige und wichtige Namenarten. (…) Zahlreiche Abb., darunter auch häufig Kartenmaterial, runden diese umfangreiche, fundierte und für Anfänger gut lesbare Einführung ab."


Volkmar Hellfritzsch, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 2013-2, S. 209-217:
"Der Arbeit der Mainzer Sprachwissenschaftler ist eine "Namen in Alltag und Wissenschaft" überschriebene Einleitung vorangestellt, die den Leser mit einer Anzahl aktueller Beispiele sofort in ihren Bann zieht und durch erste Hinweise auf die Sonderstellung der zu den wenigen sprachlichen Universalien gehörenden Namen und das ihnen entgegengebrachte interdisziplinäre Interesse zugleich eine packende, problemorientierte Darbietung des Stoffes verspricht. (...) Übersichtlich gegliedert, durchwegproblemorientiert und immer wieder künftig zu leistender Forschung den Weg weisend."

Kundenmeinungen

Eine gelungene Einführung, aber leider kein Studienbuch Kundenmeinung von Anke Peters
Gesamt
Damaris Nübling, Professorin für Historische Sprachwissenschaft an der Universität Mainz, hat mit diesem Studienbuch in der Zusammenarbeit mit Fabian Fahlbusch und Rita Heuser eine interessante und gut lesbare Einführung in ein Spezialgebiet der Linguistik vorgelegt. Die Einführung in die Onomastik entstand aus der Erfahrung von mehr als 10 Jahren onomastischer Lehre und Forschung und ist inhaltlich entsprechend fundiert aufbereitet. Der Forschungsbereich „Namen“ nimmt eine Sonderstellung in der sprachwissenschaftlichen Forschung ein: Nur wenige Autoren beschäftigen sich so intensiv mit onomastischen Fragestellungen, was nachgerade als ein Desiderat der linguistischen Forschung angesehen werden kann. Umso erfreulicher ist es, dass Nübling, Fahlbusch und Heuser dem interessierten Leser mit dieser Einführung einen tieferen Einblick in diesen höchstinteressanten Teilbereich linguistischer Forschung ermöglichen. Namen werden der onomastischen Theorie gemäß hier als Eigennamen definiert und den Appellativen und definiten Beschreibungen gegenübergestellt.

Anhand zahlreicher gut verständlicher Beispiele gewinnt der Leser einen Einblick sowohl in die Entstehungsprozesse von Eigennamen (Proprialisierung) also auch in die interessante Grammatik solcher sprachlicher Entitäten. Gut gelungen, aber für manche Leser vielleicht etwas langatmig, ist die Differenzierung zwischen Eigennamen und anderen Namengruppen, bei der die bisweilen unscharfen Grenzen zwischen Namen und Appellativen gezogen werden. Besonders an dieser Stelle wären mehr Hervorhebungen in Form von Merksätzen o.ä. didaktisch sinnvoll gewesen. Ich denke, dass hier die Hauptschwäche dieses Buches zu finden ist: Dem Leser werden zwar weiterführende Literaturhinweise am Ende eines jeden Kapitels an die Hand gegeben, eine kurze und prägnante Zusammenfassung der Inhalte fehlt leider.

Neben einem allgemeinen Teil I, in dem die Grundlagen der Onomastik vermittelt werden, nimmt der Teil II den größten Raum ein und widmet sich sehr ausführlich den unterschiedlichen Klassen von Eigennamen, wobei die Differenzierung auch hier deutliche Längen aufweist, die nicht unbedingt zur Didaktik eines Studienbuchs passen. Insofern würde ich diesen Teil des Buches eher als nützliches Nachschlagewerk bezeichnen, in dem man zu nahezu jeder Namenkategorie interessante (auch sprachhistorische) Hinweise finden kann. Schade ist zudem, dass dem Aspekt der Namen in der Gebärdensprache zwar ein eigenes Kapitel gewidmet ist, dieses allerdings gerade einmal 3 Seiten stark ist. Wer sich hier gerade mit diesem Fokus einen Erkenntnisgewinn erhofft, wird leider enttäuscht.

Als Studienbuch richtet sich diese Einführung in erster Linie an Studierende aller Fachsemester. Allerdings wird durch einen ersten Blick in das Buch recht schnell klar, dass die Autoren ein gewisses Grundwissen zu linguistischen Fragestellungen und ein fundierteres sprachwissenschaftliches Vokabular voraussetzen. Für Erstsemester eignet sich dieses Buch daher m.E. nur eingeschränkt. Zudem sei darauf hingewiesen, dass es sich tatsächlich eher um eine thematische Einführung als um ein echtes Studienbuch handelt, fehlen doch die sonst üblichen Übungsfragen und -antworten am Kapitelende. Ob dies als Mangel verstanden werden muss, sei dahingestellt. Ich denke, dass fortgeschrittene Studierende und Dozenten auch ohne diesen Part der Wissensüberprüfung auskommen können.

Wenn man von den didaktischen Schwächen dieser Einführung absieht, die im Übrigen auch nicht durch die zahlreichen Abbildungen aufgehoben werden können, handelt es sich um eine durchaus empfehlenswerte Einführung, die mit ihren knapp 350 Seiten auch preislich absolut im Rahmen liegt.

FAZIT: Eine gelungene Einführung, aber leider kein Studienbuch. (Veröffentlicht am 04.04.13)
Eine gute Einführung, aber eben eine Einführung Kundenmeinung von Klaus
Gesamt
Das Studienbuch "Namen. Eine Einführung in die Onomastik" von Damaris Nübling, Fabian Fahlbusch und Rita Heuser, Tübingen 2012 ist eine empfehlenswerte Einführung. Vor allem für Studenten in den ersten Semestern bietet es eine gute Grundlage. Der erste Teil befasst sich inhatlich systematisch mit Namen als Forschungsgegenstand. Hier wird schnell deutlich, dass das Buch sich sehr gut und schnell in kleinen Abschnitten lesen lässt. Ob die amerikanische Weise der Anmerkungen gut gewählt ist, sei hier dahingestellt. Die Aktualität und Breite dieser Verweise ist aber bereits auf den ersten Seiten positiv hervorzuheben. Auch ein hoher Alltagsbezug erhöht das Lesevergnügen.
Viele Abbildungen und Tabellen schaffen angenehme Brüche.
Der zweite Teil befasst sich mit den vielen verschiedenen Klassen der Namen. Viele kleine, kurze Kapitel machen ein kurzes Nachschlagen möglich. Nur selten scheinen die Kapitel zu oberflächlich. Erneut ist hier die hohe Aktualität zu betonen. Auch nach langer Beschäftigung mit dem Thema finden sich hier neue Perspektiven und Themen. Überhaupt ist anzumerken, dass das Buch sowohl für langjährig Forschende als auch für privat unwissenschaftlich am Thema Interessierte geeignet erscheint. An vielen Stellen ist das Buch unterhaltsam, etwa wenn auf die Lage von Entenhausen verwiesen wird (S. 212).Auch in diesem Bereich sind viele interessante und v.a. aktuelle Statistiken wichtig. Einige Abbildungen sind aber etwas zu klein und undeutlich gedruckt (etwa Abb. 43, S. 276).
Die Abschnitte "Zum Weiterlesen" sind in ihrer Kürze gelungen, sodass sie wirklich ihren Zweck erfüllen, sie machen Lust aufs Weiterlesen. In diesem Zusammenhang ist die gute Bibliogrpahie des Buches zu betonen, die sich nicht zusehr in Details verliert.

Insgesamt ist das Buch eine hervorragende Einführung und auch ein wirklich gutes Nachschlagewerk für Fachleute und Laien. Es wird stets deutlich, dass die Onomastik nicht nur eine trockene Sprachwissenschaft ist, sondern neben ihrer hohen Aussagekraft v.a. eine wichtige Hilfswissenschaft für Geographen, Soziologen und Historiker ist. Lediglich der grammatische Teil hätte etwas größer ausfallen können.
Eine gute Einführung, aber eben eine Einführung. Die Vielfalt der Themen ermöglicht keine, an vielen Stellen gewünschte Vertiefung. (Veröffentlicht am 24.02.13)
Gut verständliche Einführung in die Welt der Namen Kundenmeinung von Onomast
Gesamt
Die Mainzer Germanisten Nübling, Fahlbusch und Heuser haben mit ihrem Studienbuch "Namen. Eine Einführung in die Onomastik" (367 Seiten) eine gut verständliche und somit für einen ersten Überblick brauchbare Einführung in das Gebiet der Namen vorgelegt. Wie der Titel es vermuten lässt, geht es damit um die ganze Bandbreite der Namen.

Zu Anfang wird dabei auf Namen in Alltag und Wissenschaft eingegangen, um dann Namentheorie und sprachliche Besonderheiten von Eigennamen in den Blick zu nehmen. Der größte Teil des Buchs ist schließlich den verschiedenen Klassen der Eigennamen vorbehalten, so etwa den prominenten Klassen der Personennamen (85 Seiten) und Ortsnamen (60 Seiten), aber - und das muss dieser Einführung zugutegehalten werden - auch den weniger beachteten Namenklassen wie etwa den Tiernamen, die auf immerhin 15 Seiten behandelt werden, oder aber den Objektnamen (50 Seiten), den Ereignisnamen (10 Seiten) und Phänomennamen (10 Seiten).

Die Ausführungen sind stets mit ausreichend aktuellen Literaturhinweisen versehen, sodass für eine erste Beschäftigung mit Namen ausreichend Informationen zur vertiefenden Lektüre bereitstehen. Lobenswert und sinnvoll ist die Ausrichtung an aktueller Forschung, ohne jedoch den Blick für die ältere zu verlieren. Es sei hier etwa auf Krahes Aufsatz zu den europäischen Flussnamen von 1964 verwiesen, der zweifelsohne eine Grundlage der alteuropäischen Hydronomie darstellt und zurecht auch hier genannt wird.

Übersichten wie beispielsweise Tab. 25 (S. 225) zu häufigen indogermanischen Wasserwörtern sind der Benutzerfreundlichkeit zuträglich und unterstützen anschaulich das im Text Dargelegte, wobei auch hier bereits durch Fettdruck wichtiger Begriffe dafür Sorge getragen wurde, dass der Fließtext rasch erschlossen und gezielt nach Relevantem durchsucht werden kann, dennoch: sehr wünschenswert wäre ein Register gewesen, das dem Leser einen noch einfacheren Zugriff ermöglichte, so etwa ein Sach- und Namenregister.

Insgesamt ist das Buch gut lesbar - auch hinsichtlich der typographischen Gestaltung und des Formats -, eignet sich aber mitunter nicht für lediglich am Thema interessierte Laien ohne sprachwissenschaftliche Grundausbildung. Klar ist, dass nicht jeder sprachwissenschaftliche Begriff eigens erläutert werden kann, denn das kann eine Einführung in eine Teildisziplin nicht leisten. Das ist weder Anspruch noch Aufgabe eines solchen Buchs. Dennoch empfiehlt es sich, bereits mit notwendigen Inventar sprachwissenschaftlicher Begriffe vertraut zu sein, sodass das Buch für fortgeschrittene Studierende von Bachelor- und Lehramtsstudiengängen geeignet ist, für Master-Studierende ohnehin.

Aufgrund der geringen Abstriche können vier von fünf Sternen vergeben werden. Einzig das zu wünschende Register und der doch etwas zu hohe Preis für ein Einführungsbuch in broschierter Ausgabe sind es, was zur Vergabe von fünf Sternen fehlt. (Veröffentlicht am 19.01.13)

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